Um überhaupt erstmal etwas tun zu können müssen wir Dingen einen Namen geben können. Wie auch in der Mathematik oder der Physik bedient man sich dazu bei Variablen.
Der Kreisumfang ergibt sich durch 2 * PI * r… Was ist dieses „r“. Es beschreibt den Radius. Wir wissen den genauen Wert noch nicht, sondern wollen allgemeingültig eine Rechnung durchführen. Deswegen schreiben wir in der Formel diese Variable „r“. Erst wenn wir den Umfang eines konkreten Kreises ausrechnen wollen setzten wir den Wert für „r“ ein (wie z.B. 5,4m) und erhalten ein Ergebnis.

Auch in Visual Basic können wir solche Variablen anlegen. Dafür wird das Wort „Dim“ verwendet. Um die Variable „r“ anzulegen schreiben wir also einfach „Dim r“.
Wenn wir nun r einen Wert geben wollen können wir das mit einem Gleichheitszeichen ( = ) tun. Beispielsweise „r=5“.
Genauso können wir nun den Kreisumfang und auch PI definieren.
Weil man meistens direkt beim anlegen einer variable ihr einen Wert geben will kann man das Deklarieren (also „Dim r“) und das Zuweisen (r=5) in einer Zeile zusammenfassen. Daraus ergibt sich also „Dim r = 5“. Wie auch beim lesen wir der Computer den Programmcode von oben nach unten Zeile für Zeile lesen und ausführen. Er wird also zuerst eine Variable „r“ anlegen, ihr dann den Wert 5 geben. Dann wird er die Variable „PI“ anlegen und ihr den Wert 3.1 geben und als letztes wird die Variable „Kreisumfang“ angelegt. Bei der Zuweisung sehen wir jetzt, dass nicht nur eine einfache Zahl hinter dem Gleichzeichen steht, sondern eine ganze Formel. Das ist jedoch kein Problem. Wenn der Computer zu dieser Stelle kommt, wir er diese Einfach ausrechnen. Er wird also einfach 2 * 3.1 * 5 ausrechnen und das Ergebnis im Kreisumfang speichern.


Variablen als Boxen verstehen
Am einfachsten und intuitivsten ist es vermutlich Variablen also Boxen oder Schachteln anzusehen. Wenn eine Variable angelegt wird, wir eine Box erstellt, auf der der Name der Variable steht. In diese Box kann dann etwas hineingepackt werden. Beispielsweise die Zahl 5. Wenn wir also einer Variable einen Wert zuweisen legen wir also den Wert in die entsprechende Box. Da wir in jede Box nur ein Element legen können müssen wir die Box jedoch immer leeren, wenn wir ein neues Ding hineintun wollen. Im Code ist das nicht nötig. Wenn wir „r=5“ und in die nächste Zeile „r=6“ schreiben hat „r“ danach den Wert 6. Die 5 wurde automatisch weggeworfen.

Was passiert jetzt aber beim Kreisumfang. Dort haben wir ja noch keinen Wert, den wir in die Box legen können, sondern der Wert ist von anderen Boxen abhängig. Um den komplexe Ausdruck „2 * PI * r“ auszuwerten holt sich der Computer an jeder Stelle, wo eine Variable steht erst aus der passenden Box den Wert, den diese Variable gerade hat. Wenn nur noch feste Werte, wie 2, 5, 3.1 übrig sind, kann alles zusammengerechnet werden. Das Ergebnis kann jetzt in die Box für den Kreisumfang abgelegt werden.

Quiz
Um dein Auge etwas auf Variablen zu trainieren ist hier noch ein kleines Quiz. Durch klick auf das „+“ hinter den Fragen werden dir die Lösungen und eine kleine Erklärung angezeigt.
Und mach dir keine Gedanken, wenn es nicht auf Anhiebt klappt. Wir werden dieses Thema noch sehr oft angehen. Es bleibt also genügend Zeit um den Kopf darum zu wickeln.
Viel Erfolg!
Gegeben sei folgender Code:

Welchen Wert hat „a“ nachdem der Code durchlaufen wurde?
a hat den Wert 3.
Am Anfang wird a = 1 gesetzt. Jedoch wird a noch einmal überschrieben in Zeile 5. Dort steht „a = b“. Das heißt in „a“ wird der Wert geschrieben, der gerade in „b“ steht. „b“ hingegen wird nur genau einmal gesetzt (Zeile 2) und zwar auf den Wert 3. Das andere Mal, wo b gesetzt wird (Zeile 5) ist erst nachdem „a=b“ und hat somit keinen Einfluss mehr darauf. Somit hat auch „a“ nach dem Ausführen des Codes den Wert 3.
Welchen wert hat „b“ nachdem der Code durchlaufen wurde?
b hat den Wert 18
„b“ wird das letzte Mal in Zeile 5 gesetzt un d zwar auf „b = b * c“. Das mag etwas eigenartig aussehen und macht mathematisch auch absolut keinen Sinn, aber was das bedeutet ist, dass b ein neuer Wert zugewiesen wird – und zwar der ALTE Wert von b * der Wert von c. Wir können sehen, dass c in Zeile 4 auf 6 gesetzt wird. Der alte Wert von b ist 3. Somit ist der neue Wert von b, 3 * 6.

